Vor knapp drei Jahren erfolgte im Leipziger Norden der erste Spatenstich für das neue BMW-Werk. Ziel der Münchner Automobilbauer war es, innerhalb kürzester Zeit an diesem Standort eine der modernsten Produktionsstätten der deutschen Automobilindustrie zu errichten. Ein Investitionsvolumen von rund 1,3 Milliarden Euro und über 5.000 neue Arbeitsplätze - das sind die beiden wichtigsten Zahlen, die die Bedeutung dieses Großprojektes kennzeichnen. Das Automobilwerk der Superlative mit seiner eindrucksvollen Industrie-Architektur gilt heute schon als eines der attraktivsten Wahrzeichen Leipzigs.
Am 13. Mai wurde das neue Werk von Bundeskanzler Gerhard Schröder, Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt und BMW-Chef Helmut Panke feierlich eröffnet. 650 Autos insbesondere der 3er-Baureihe laufen hier täglich vom Band. Schlagzeilen machte das neue Leipziger Automobilwerk in den zurückliegenden Wochen nicht nur wegen seiner imposanten Architektur sondern auch wegen der innovativen Arbeitsmethoden, die hier vom BMW-Vorstand gemeinsam mit der Arbeitnehmervertretung des Unternehmens mit dem Ziel höchster Flexibilität und Auslastung der Produktionsstätten entwickelt wurden.
Ein Höchstmaß an Flexibilität und Leistungsfähigkeit forderte das Großprojekt auch den Profis der nur rund 20 Kilometer von der Baustelle entfernten OBO BETTERMANN Niederlassung in Delitzsch ab, die für die Lieferung von verschiedenen Systemen für die Elektroinstallation zuständig waren. Ausgestattet wurde der ausgedehnte Gebäudekomplex unter anderem mit rund 100 Kilometer OBO Weitspann-Kabelbahnen in unterschiedlichen Abmessungen. Allein im Sichtbereich des Zentralgebäudes erstrecken sich fünf Kilometer lackierte Kabeltrag-Systeme. Erschwert wurde die Installation dadurch, dass teilweise in 12 bis 14 Metern Höhe gearbeitet werden musste.
Das Fazit der beteiligten Profis von OBO: Ein in jeder Beziehung extremes Projekt, bei dem OBO BETTERMANN seine Leistungsfähigkeit einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte.