Vor vierzig Jahren lebte Dubai noch vom Perlenfischen. Zu Beginn des neuen Jahrzehnts ist mit dem „Burj Dubai“ das höchste Gebäude der Welt entstanden. OBO Bettermann hat für den 828 Meter hohen Turm Produkte und Systemlösungen für Elektroinstallationen geliefert. Die lokale Repräsentanz von OBO Bettermann stattete mehrere Stockwerke mit modernster Technik aus dem System Ackermann aus.
Der Turm ist aus fast 100 Kilometern Entfernung zu erkennen und entthront das mit 508 Metern bislang höchste Hochhaus der Welt in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh. Das neue Gebäude bietet Platz für 12.000 Bewohner, kostet 1,5 Milliarden Dollar und wird im Februar 2010 bezogen, wenn das vom italienischen Modedesigner Giorgio Armani entwickelte Luxushotel öffnet. Hier im 26. Stock hat OBO den Zuschlag erhalten. Ralf Höhler, Leiter „Geschäftsfeldentwicklung Cable Management Commercial and Residential” bei OBO: „Wir sind mit Unterflursystemen schon seit einiger Zeit in Dubai vertreten.”
In den Zimmern und Suiten des Hotels waren besonders flexible Unterflur-Steckdosen gefragt. Topfunktionalität und edles Design wurden hier für Terrazzo-Böden verbaut, wie sie von OBO auch für das Ende 2009 wiedererrichtete Neue Museum auf der Berliner Museumsinsel geliefert worden sind. Ackermann bot den höchst anspruchsvollen Architekten in Dubai überzeugende Musterlösungen, die zum Auftrag für 500 Einheiten führten. „Aber wir haben noch ein paar Schüppen draufgelegt, damit die Auftraggeber wunschlos zufrieden waren“, erzählt Höhler, „die hier eingesetzte Technik verfolgen wir weiter.“
Denn die Chancen des Unterflur-Systems sind auch im Burj Dubai, neuerdings auch nach dem Herrscher der benachbarten Vereinigten Arabischen Emirate auch Burj Chalifa genannt, noch längst nicht ausgereizt. Denn der Innenausbau des Wolkenkratzers in einer Gegend, die kaum Wolken kennt, geht ab dem 100. Stock auch nach der Eröffnung weiter. Ab März werden allmählich die 900 Wohnungen und Büros, Fitnessklubs, Restaurants und andere Einrichtungen bezogen. Der Burj Dubai schreibt nicht nur Rekorde. Er stellt auch baukünstlerisch und ingenieurtechnisch eine Meisterleistung dar und bildet das Zentrum eines ganzen Stadtteils, in dem sich auch ein See und das größte Einkaufszentrum der Welt befinden.
Von Zahlungsschwierigkeiten und zusammengebrochenen Immobilienpreisen, mit denen Dubai zuletzt Schlagzeilen machte, hat OBO Bettermann nichts gemerkt. Einziger Ausfall des prestigeträchtigen Projektes für das Unternehmen war, dass nicht einmal Ralf Höhler bislang die von Handwerkern eingebauten Unterflursysteme live erleben durfte. Bis jetzt hat es der OBO Manager statt zum Höhenrausch nur bis in den Turmkeller geschafft: „Höchste Sicherheitsstufe, alles streng geheim.”
OBO Bettermann („Strom leiten. Daten führen. Energie kontrollieren.“) ist weltweit Partner bei der Realisierung komplexer Bauvorhaben mit elektrotechnischer Infrastruktur. Außer in Deutschland (Menden und Gummersbach) verfügt das Unternehmen über Produktionsstätten in Ungarn, der Schweiz, Brasilien und Italien. Weltweit ist die Unternehmensgruppe mit mehr als 30 Tochtergesellschaften in über 50 Ländern präsent. Der Jahresumsatz beträgt 400 Mio Euro. Beschäftigt werden von dem mittelständischen Familienunternehmen 2.300 Mitarbeiter, davon 1.200 in Deutschland. Das Produktspektrum von OBO umfasst heute nahezu 30.000 Artikel der Elektroinfrastruktur, bei denen Systeme für Verbindungen und Befestigungen, Transienten und Blitzschutz, Kabeltragtrassen, Brandschutz, Leitungsführungen, Einbaugeräte und Unterflurinstallationen eingesetzt werden.
6. Januar 2010