Ulrich Bettermann ist seit 1983 Ständiges Mitglied des World Economic Forum (WEF). In drei Jahrzehnten hat er kein Weltwirtschaftsforum in Davos verpasst. Auch am Mittwoch (26. Januar) war der Inhaber der Mendener Unternehmensgruppe OBO Bettermann wieder bei der Eröffnung des inoffiziellen Weltgipfeltreffens von Wirtschaft und Politik. Bis zum Wochenende erwartet den einzigen Sauerländer beim WEF und 2.500 andere Teilnehmer ein straffes Programm. Sie suchen nach neuen Perspektiven für eine dynamische Weltwirtschaft.
Schon am Dienstag war Jetpilot Bettermann vom Airport Arnsberg/Menden in die Schweiz geflogen. An Bord des OBO Jets befand sich auch ein Team des Schweizer Fernsehens, das bereits am OBO Stammsitz in Menden Interviews und Aufnahmen gemacht hatte. Der Sender begleitet Ulrich Bettermann jetzt in Davos und bringt am kommenden Montag (31. Januar) ein TV-Portrait über ihn und seine Unternehmensgruppe, die 2011 ihren 100. Geburtstag feiert.
Noch vor der WEF-Eröffnung traf Bettermann EON-Chef Johannes Teyssen. Am Donnerstag frühstückt er exklusiv mit Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann. WEF-Gründer und Organisator Klaus Schwab staunte am Mittwochmorgen in einem Interview: „OBO Bettermann ist als mittelständisches Unternehmen auch in der Welt der großen Konzerne zuhause.“ Am Donnerstag kommt Bettermann mit Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle zusammen, der deutsche und internationale Manager zu einem Treffen in Davos eingeladen hat.
Was die Weltwirtschaftslage angeht, bleibt Bettermann vorsichtig und verfällt nicht in jene Hochstimmung, die man in Davos bemerken kann. Mehr als einmal hat Bettermann dort zu hören bekommen, die deutsche Konjunktureuphorie reiße die Weltwirtschaft nach oben. Stattdessen warnt er: „Wir haben in der Finanzwelt noch jede Menge Risiken und sollten nicht so tun, als gäbe es keine Probleme mehr.“ Unverkennbar sei eine gewachsene Dominanz Asiens. Die Chinesen stellen beim Weltwirtschaftsforum die stärkste Delegation, dicht gefolgt von den Indern.
Mit denen hat Bettermann in Davos auch schon gesprochen, schließlich baut der Hersteller von Elektroinstallationstechnik derzeit in Indien ein eigenes Werk. In China haben die Sauerländer ihr Geschäft bereits erheblich vorangebracht und sind dort Marktführer bei Blitzschutz. „Asien ist ein neuer Player der Weltwirtschaft, aber deshalb brauchen wir Deutschland, Europa und Amerika nicht abzuschreiben“, sagt Ulrich Bettermann.
26. Januar 2011